re:publica 17 - re:health

Health in the Digital Era.

Our conference track “re:health” examines new avenues in health and healthcare. The various track sessions all focus on how society deals with the digitisation of everyday life, as well as the potential benefits – and potential risks – for people and their bodies. The track has been a fundamental part of re:publica conferences since 2009. In 2015 sessions included, for example, the use of 3D printers to create prosthetics in disaster areas, depression and the internet and handling sensitive medical data. Previous sessions also looked at digital developments in classic healthcare, therapies for autism and quality assurance for online healthcare information. Check out below for all sessions and news on re:health in the last couple of years.

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Play it safe - die elektronische Gesundheitsakte und der Datenschutz

Jens Baas, Shari Langemak, Christoph Bauer

Die Tinte unter der Partnerschaftsvereinbarung der Techniker Krankenkasse (TK) mit IBM Deutschland ist noch nicht trocken, da werden schon Stimmen laut, die nach Datenschutz und Datensicherheit bei der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) fragen. Und welche Rolle das FBI spielt. In einem moderierten Streitgespräch stellt sich TK-Vorstandschef Dr. Jens Baas den kritischen Fragen der Datenschützer.
Eine Krankenkasse auf der re:publica? Und ob! Die TK ist Vorreiter in der Digitalisierung. Davon sollen auch die Versicherten profitieren. Gesundheits- und Krankheitsinformationen sind heute breit gestreut und liegen in relevanten Teilen nur in Papierform vor - zutiefst analog. Wenn es darauf ankommt, ist die Nutzung oft schwierig bis unmöglich, z.B. bei Notaufnahmen, bei Umzügen in andere Städte, im Urlaub oder bei chronischen Erkrankungen, die durch mehrere Fachärzte behandelt werden. Das Angebot der eGA soll in nicht allzu ferner Zukunft diese Probleme beseitigen.
Wozu der Aufriss? Am Markt gibt es schon einige Angebote, die ähnlich einer Drop-Box das Ablegen von Dokumenten in einer Cloud ermöglichen. Doch ist dies der Anspruch? Ziel soll es sein, einen datenschutzrechtlich sicheren Hafen für die hochsensiblen Daten von Versicherten zu bieten und Anstöße für allgemeine Standards in einem Gesundheitssystem, das 80 Millionen Menschen versorgt, zu geben damit langfristig Vernetzung möglich ist. Mit herkömmlichen Angeboten ist das nicht möglich.
Und was ist mit Datenschutz? Das Vorhaben steht und fällt mit der Datensicherheit. Die Anforderungen an den Anbieter sind entsprechend hoch: zertifizierte Server in Deutschland, keine Unterauftragnehmer, kein Zugriff durch Dritte, verschlüsselte Speicherung der einzelnen Datensätze.
Das ist ein ziemlich hoher Anspruch. Umso besser, dass es Veranstaltungen wie diese gibt, um kreativen Input einzufangen und das Projekt eGA in der Debatte auf Herz und Nieren zu testen.
 

Mein Kopf gehört nicht mehr mir - Brainhacking und Selbstoptimierung (de)

Miriam Meckel

Das Gehirn ist nicht länger Geheimraum. Es wird zu Spielfeld, Werkbank und Produktionsstätte für die Träume der grenzenlosen Ich-Erweiterung und -Verbesserung.

Mit Pillen, Elektroden und Implantaten setzt eine neue Industrie dazu an, das Gehirn als Ressource für die nächste Welle des Fortschritts zu erobern. Damit stehen wir an der Schwelle zum Neurokapitalismus, der auf die permanente Selbstoptimierung des Individuums setzt.

 

Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.

Cannabis: The Next Disruption (en)

Linn Baumgardt

Cannabis has touched most people’s lives at one point or another. Maybe as a way to rebel against parents, maybe as treatment during a disease, and yet, we know so little about the substance. Regardless, medical and recreational legalizatin is on a global path. In the US, the so called Green Rush has led to a legal cannabis market that is on pace to reach $20 billion by 2020. in 2018, Canada will fully legalize recreational cannabis, and now, Medical Cannabis has been legalized in Germany.
What does that mean for Germany as a healthcare pioneer? Is full legalization the next step? Why are different countries taking such different paths in regulating this plant? What does the future of cannabis look like? Hear how research, technology, and innovative marketing & advertising are forging this next big industry, and the surprising players being disrupted in the process.
 

Anxiety related procrastination - Wenn die Dinge die wir bewegen wollen uns lähmen

Sina Pietschmann

Wir wollen Dinge bewegen, verändern, oder einfach nur eine Deadline einhalten – doch dann kommt die Angst und hindert uns ziemlich gut daran überhaupt irgendwas zu schaffen. Prokrastination und Gelähmtheit durch die eigene Angst, Herauszögern bis es eh zu spät ist: Das mag vielen nicht unbekannt vorkommen.
Diese Session beschäftigt sich einerseits mit dem Hintergrund dieser Angst und Stress, wie wir dagegen vorbeugen oder sogar Angst und Stress in Produktivität und Kreativität umwandeln können – analog wie digital. Wie können wir dafür sorgen dass Sorgen und Ängste uns nicht lähmen sondern uns Antrieb geben etwas zu bewegen? Wie können wir in einer Zeit die so sehr politisches Aufrütteln und Aufstehen nötig hat genau dies beherzt?
 
Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.

Brave New Genome

Brigitte Strahwald, Anne Quante

"Brave New Genome. oder: Über Gentests im Internet und Angelina Jolie"
Der "Gentest für alle" ist längst Realität. Interessierte können ein Test-Set im Internet bestellen, Anbieter wie 23andMe bieten ihre Produkte sogar über Amazon an. Die Geschäftsidee: da Gene unsere Gesundheit beeinflussen, sollen die Tests das eigene Erkrankungsrisiko für z.B. Alzheimer oder bestimmte Krebsarten aufdecken. Das Versprechen: jede/jeder kann damit die Gesundheitsvorsorge selbst in die Hand nehmen.
Allerdings sind die Tests umstritten. Auf Druck der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA mussten die Angebote in den USA verändert werden, die Risikovorhersagen waren oft zu unsicher. Einige Anbieter verschwanden daraufhin vom Markt, andere haben die Produkte angepasst und bieten nur noch reduzierte Infos. Aber gerade 23andMe hat ein neues Geschäftsmodell etabliert: das Unternehmen kooperiert mit der Pharmabranche und nutzt dabei die gesammelten Daten über die Erbinformationen seiner Kundinnen und Kunden. Die große Hoffnung ist, damit neue, personalisierte Therapien zu ermöglichen. Dennoch gibt es auch kritische Fragen, z.B.: Wem gehören die genetischen Daten – den Kundinnen und Kunden oder den Unternehmen?
In Deutschland ist die Situation noch komplizierter. Medizinische Gentests dürfen nur auf ärztliche Anordnung erfolgen, der direkte Vertrieb über das Internet ist eine Grauzone. Aber sind solche Beschränkungen heute noch durchsetzbar? Sind sie sinnvoll?
Wir möchten gemeinsam überlegen, diskutieren, streiten: Gibt es eine moralische Pflicht, die eigenen genetischen Daten zu teilen? Sollten die "Direct-to-Consumer"-Tests auch in Deutschland erlaubt werden? Wie können wir die Vorteile dieser Technologie nutzen und die Gefahren reduzieren?
Ach ja, Angelina Jolie entschied sich bekanntlich 2013 dafür, beide Brüste vorsorglich amputieren zu lassen. Entscheidend war ein Gentest, er hatte ein fast 90% erhöhtes Risiko für Brustkrebs ergeben. Was für ein Test war das eigentlich – und waren die Ergebnisse zuverlässig? Auch darüber werden wir diskutieren.
 
Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.

Mein Kopf gehört nicht mehr mir - Brainhacking und Selbstoptimierung

Miriam Meckel

Das Gehirn ist nicht länger Geheimraum. Es wird zu Spielfeld, Werkbank und Produktionsstätte für die Träume der grenzenlosen Ich-Erweiterung und -Verbesserung.

Mit Pillen, Elektroden und Implantaten setzt eine neue Industrie dazu an, das Gehirn als Ressource für die nächste Welle des Fortschritts zu erobern. Damit stehen wir an der Schwelle zum Neurokapitalismus, der auf die permanente Selbstoptimierung des Individuums setzt.

 

Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.

Mein Kopf gehört nicht mehr mir - Brainhacking und Selbstoptimierung (en)

Miriam Meckel

Das Gehirn ist nicht länger Geheimraum. Es wird zu Spielfeld, Werkbank und Produktionsstätte für die Träume der grenzenlosen Ich-Erweiterung und -Verbesserung.

Mit Pillen, Elektroden und Implantaten setzt eine neue Industrie dazu an, das Gehirn als Ressource für die nächste Welle des Fortschritts zu erobern. Damit stehen wir an der Schwelle zum Neurokapitalismus, der auf die permanente Selbstoptimierung des Individuums setzt.

Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.

E-Mental-Health: Was erwarten Nutzer von web-basierten Therapiemodellen und Selbsthilfe-Tools?

Julia Thimm, Julia Sander, kristina wilms

Immer mehr Menschen in Europa nehmen aufgrund psychischer Erkrankungen medizinische Leistungen in Anspruch. Dies stellt die gesundheitlichen Versorgungssysteme vor große Herausforderungen. Internet-basierte Therapiemodelle und Selbsthilfe-Tools, sogenannte E-Mental-Health-Produkte, könnten dabei helfen, diese Versorgungslücken zu schließen, sofern sie auf wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Techniken basieren. Als niedrigschwellige, orts- und zeitungebundene Angebote können sie eine wertvolle Ergänzung der klassischen Therapien sein. In einigen europäischen Ländern sind E-Mental-Health-Programme bereits fest etablierte Komponenten der Regelversorgung. Die Verbreitung in Deutschland ist bislang jedoch durch die fehlende Kostenerstattung durch die Krankenkassen eingeschränkt.
Das Projekt eMEN hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzungsrate von E-Mental-Health-Technologien zu erhöhen und damit den ungedeckten Bedarf in der Prävention und Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu reduzieren. eMEN wird mit 5,36 Mio. Euro vom europäischen Strukturförderungsprogramm „Interreg North-West Europe Innovation Programme“ gefördert, von den Niederlanden aus geleitet und von Partnern in Belgien, Frankreich, Irland, Großbritannien und Deutschland unterstützt. Neben standardisierten Testverfahren für Qualität und Wirksamkeit von E-Mental-Health-Produkten sollen unter anderem auch Politikempfehlungen für die Teilnehmerländer erarbeitet werden.
In diesem Workshop möchten wir Euch das eMEN-Projekt sowie deren deutsche Partner, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, DGPPN, und das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, ABSG, vorstellen. In zwei Arbeitsgruppen möchten wir mit Euch diskutieren: Welche Erwartungen haben Nutzer an E-Mental-Health-Anwendungen und welche Qualitätsstandards sind für sie wichtig? Wie sehen nutzerfreundliche Produkte aus, in welche Richtung sollte die Entwicklung gehen? Wir erwarten keinerlei Vorkenntnisse, über Interesse an digitalen Technologien im Gesundheits- und Lifestyle-Bereich freuen wir uns. Entwickler sowie Experten in den Bereichen Psychotherapie, E-Health oder E-Mental-Health sind natürlich herzlich willkommen! 
 
Diese Session ist Teil des re:health Tracks, der von BARMER präsentiert wird.