re:publica 17 - Love Out Loud!

One of the programme team’s favorite studies deals with “happiness”. Researchers analyzed and processed datasets compiled from song lyrics, blogs and U.S. president’s State of the Union speeches. The three most important findings: “Love” is the most frequently used word in song lyrics – but the “content level of happiness” in songs has been steadily decreasing since the 1960s, while the level of happiness in blogs, for example between 2005 and 2009, saw a noticeable increase – this was in close correlation with the age of the bloggers.

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Less Fear, More Optimism - The Art of Creative Manifestation (en)

Stuart Sheldon

“Stuart Sheldon created one of the billboards, an American flag posing spiralized questions about freedom. To him, it’s about urging people “at a granular level” to start over, with less fear and more optimism.”       Los Angeles Times
At 36, divorced and desperate, I simply wanted a loving family, a wife and child to share my future. I had neither. So, with nowhere else to turn, I began to draw the outline of the woman I saw in my mind's eye, arms raised, sexy, triumphant. For two years, I painted this silhouette, creating a total of 35 tableaus, each a call out to the universe. Soon after I finished the last work, I met someone. She was smart, confident, silly and gorgeous. And most amazingly of all, she looked just like the figure in the paintings. That silhouette is now my wife and the mother of our two beautiful children. And my art career is thriving like never before.
Given the absolute mess that our so-called civilization finds itself in, the dominant intention of my creative work is no longer focused inward, onto myself, but outward, onto society, where I wish to catalyze human connection and bridge building.
Join me as we explore the actions you can take to make the world better and YOUR dreams real.
 

Love and Good Influence in a Post-Factual World (en)

Joanna Mikulski

Whether we like it or not, we're hardwired to pay more attention to bad news than good news, and to see threats more clearly than opportunties. This ingrained "negativity bias" makes us susceptible to bad actors who prey on our worst instincts, and presents challenges for advocates seeking to build more empathetic, caring and fair societies. But with the right, science-based strategies, positive messages can-- and do-- breakthrough, and change is possible. The workshop facilitator, Joanna Mikulski, will review what behavioral science tells us on how to influence for good, using stories from successful initiatives to prevent violence and promote equality. She will present a framework to help advocates craft effective arguments, and lead them through a fun and interactive exercise to identify how to apply these principles for good influence in their work and digital lives. 
Joanna is an experienced and dynamic speaker and faciliator, who has worked with leaders across government, philanthropy, business and non-profits to harness investment in proven solutions to prevent violence, empower women and girls, and promote the use of open technology in community development.  

Von Bienchen und Blümchen – Sexuelle Aufklärung im Netz

Nhi Le, Theresa Lehmann

Schon wieder ein Clickbait-Artikel über die Pornhub-Statistik, die Models in der Werbung sind auch wieder total sexualisiert und nein, du bist nicht auf der Suche nach Sexdates in deiner Nähe??!!
Das Netz ist voller sexueller Anspielungen, aber geht es um Aufklärung an sich, zeigt sich einmal mehr eine Doppelmoral, mit der Tabus einhergehen. Nicht weiter schlimm, weil eh schon alles bekannt? Eben nicht! Wenn die Weiten des Internets eine unerschöpfliche Informationsquelle sind, dann soll beim Thema Aufklärung bitte nicht halt gemacht werden.
Der Vortrag soll beleuchten, wie sexuelle Aufklärung im Netz bisher thematisiert wird, Erstaufklärung genauso wie Erwachsenenweiterbildung. Des Weiteren werden wir darauf eingehen, inwiefern das Netz zu einer Enttabuisierung und besseren Wissensvermittlung beitragen kann.
Welche Plattformen gibt es überhaupt? Sind diese in ihrer Darstellung nützlich? Wer soll angesprochen werde und wer bleibt außen vor? Auf dieser Analyse aufbauend werden Defizite erläutert und Handlungsvorschläge gegeben. Diese richten sich nicht nur an User*innen auf der Suche nach Ratschlägen und Informationen, sondern auch an all jene, die selbst aktiv werden wollen.

Das digitale #Quartett live on stage

Daniel Fiene, Franziska Bluhm, Christiane Link, Thomas Knüwer

Eigentlich ist das Digitale Quartett eine Youtube-Talkshow, aber einmal im Jahr, immer bei der re:publica, gibt es die Talkshow live und mit Publikum.  Dabei hat das Team für die re:publica ein spezielles Format entwickelt: Jeder Moderator bringt für einen anderen Moderator einen Überraschungsgast mit. Erst wird geraten, um wen es sich bei dem Überraschungsgast handelt. Dann wird dieser spontan interviewt. Das Publikum kann dabei Fragen einreichen.
Das sorgte in den vergangenen Jahren für spannende Gespräche, zum Beispiel mit Medienforscher Peter Kabel über die Unterschiede zwischen New Economy und heutigen Startups. Mit dem Anwalt Thomas Schwenke sprachen wir über seine Snapchat-Aktivitäten. Die New Yorker Sozialwissenschaftlerin Tricia Wang berichtete, wie sie ihren Hund zum Social-Web-Star gemacht hat. Eric Jarosinski, besser bekannt als @neinquarterly, berichtete über sein Verhältnis zu Deutschland.
Wer 2017 auf der Bühne interviewt wird, ist natürlich eine Überraschung. Moderiert wird das Digitale #Quartett von:     
•    Franziska Bluhm, Leiterin Digitale Vernetzung Verlagsgruppe Handelsblatt     
•    Christiane Link, Journalistin, Unternehmerin und Bloggerin     
•    Daniel Fiene, Leiter redaktionelle Digitalstrategie Rheinische Post     
•    Thomas Knüwer, Gründer der Strategieberatung kpunktnull und Medienblogger 

Gebt uns ein B! Gebt uns ein I! Gebt uns ein N! Und GO!

Nilz Bokelberg, Markus Herrmann, Maria Lorenz

2016 wird für immer als schlimmstes Jahr ausserhalb von Kriegszeiten in die Geschichte eingehen: David Bowie und Prince sind von uns gegangen, Frauke Petry hat sich uns aufgedrängt und dann gab es auf der re:publica noch nicht mal Bingo. 
Wie gut, wenn alles anders wird: Herm und Nilz sind zurück auf der Showbühne und bieten wieder einen bunten Reigen seltsamster Preise, kuriosester Ansagen und schönster Hashtags. Doch damit nicht genug: Sie haben sich nie als schnöde Dienstleister verstanden, sondern waren ihren Zuhörern auch immer Schulter zum anlehnen, Leuchtturm im Nebel der Unverständlichkeit des Lebens, Wegweiser aus dem Dickicht der FakeNews und postfaktizität.
Kurzum: Zwei dufte Typen, die auch 2017 wieder einiges an lebenswichtiger Info parat haben, die sie gekonnt nonchalant auf ihr Publikum loslassen.
Aber diesmal sind sie nicht allein: Zum ersten Mal in der Geschichte des re:publica-Bingos gesellt sich eine dritte Person zu Herm und Nilz auf die Bühne: Maria! Ur-Berlinerin, Podcast-Göttin, mitunter strenge Produzentin von Herm und Nilz. Auf der Tincon hat sie Herm vertreten und sich erste BINGO-Lorbeeren eingeheimst, jetzt ist sie bereit für die große Bühne: Auf der re:publica wird sie die neue Dritte im Bingo-Bunde sein und das Duo zum kongenialen Trio ergänzen. Diese Session wird unvergessen, da ist sich das ganze Team sicher.
Oder, wie sie selber sagen, wenn man sie fragt, warum es wieder BINGO gibt:
"Weil wir euch lieben und trotzdem kein regionaler Nahverkehrsmittelbetreiber sind."

Solidarität: Anonyme Liebe organisieren!

Margarete Stokowski, Eva von Redecker

Linke und anständige Leute starren gebannt und schockiert auf neue rechte Tendenzen. Deren Vergemeinschaftung funktioniert durch Ausgrenzung, durch Nationalismus, durch Beschwören vergangener Größe, durch Autoritarismus und Verachtung anderer. Oft gelingt es ihnen, verschiedene Gruppen ideologisch gegeneinander auszuspielen und emanzipatorische Kräfte mit Selbst-Zermürbung zu beschäftigen.
Wie können wir das nicht nur kritisieren, sondern dem eine kompromisslose Alternative entgegensetzen? Wäre es nicht am einfachsten, wenn es einen Algorithmus zur linken Vergemeinschaftung gäbe? Als Feministinnen und Kritische Theoretikerinnen sagen wir: gibt es längst! Die Sache heißt Solidarität.
Ob als "unentfremdete Arbeit", wie der junge Marx sie sich vorstellte, als "gegenseitige Hilfe" im Anarchismus oder als "feminine Ökonomie" im radikalen Feminismus – immer geht es um eine Kooperation, bei der direkt für die Bedürfnisse der anderen gehandelt wird. Das klappt umso besser, wenn alle unterschiedlich sind und es gibt sogar eine utopische Verheißung: Auf diese Weise unsere Kräfte zu nutzen, könnte so viel Spaß machen, dass zwischen Geben und Nehmen gar kein Unterschied mehr besteht. Deshalb machen wir es in manchen Bereichen auch längst: unter Freunden, in manchen Familien, in Open-Source-Projekten.
Mehr Liebe klingt gut, aber auch anstrengend. Solidarität dagegen ist anonyme Liebe. Sie kann in Bezugsgruppen und Räteversammlungen, in Gesprächkreisen und auf Demonstrationen, im Büro und auf dem Acker geübt werden. Wenn man sie richtig organisiert, vermindert sie Reibung und vergrößert die Freiheit.

Love Against the Machine

Jérémie Zimmermann

Computers changed over the last 20 years, from friendly machines we could understand, control and improve upon to black-boxed prisons designed at controlling us. How come we are now an increasing number to *hate* these machines, when we remember a past in which we used to passionately love them?
From mobile computers (aka "smartphones") containing black-boxed baseband processors enabling remote control, and kicking the user away from properly owning his device, to generalized Intel CPUs and their "management engine" providing also a way for "real masters" of our machines to monitor and control all we do online, the age of the technological optimism is long gone. It is almost impossible today to buy a computer that isn't designed and built as an enemy of its user.
This shift of modern computing towards "enemy machines" has a profound impact on geopolitics (think "Trump's NSA"), on power relationships (think "We know what you did online for the last 15 years") but also on our humanities and the way we relate to each other: If I cannot understand how a machine works, how will I ever improve it? How will I ever have a chance to participate in a society run by such black boxes?
How to rethink our relationship to machines, how to rebuild trust in computers that could efficiently enable and protect us? Fortunately a few thriving software and hardware (therefore social!) projects give elements of a plan for action, based on ethical and otherwise humane values, rather than the integrated illusion of comfort and marketing of dominant actors. We will briefly explore a non-exhaustive cartography of such projects based on the ethical principles of free/libre software and hardware, decentralized services and end-to-end encryption as an outline of what can be done, what is being done, and what we could be doing more in a not-so-distant future.
What is probably one of the biggest challenges for Humanity can only be solved with love and the joy of sharing!

#freebassel : The cost of loving free culture (en)

Barbara Rühling, Melanie Dulong de Rosnay

Bassel Khartabil, loved and celebrated Internet volunteer was detained in Syria on March 15, 2012. His name was deleted from the Adra Prison’s register, where he was detained, on 3 October 2015, and there has been no information about his current status or whereabouts since.
Seeing Bassel paying a high price for his love and participation in free culture, many of his friends and fellow free culture activists have reflected on their own fates, actions, and choices. As part of the #freebassel campaign, 44 activists, artists, designers, developers, researchers, and writers involved with free knowledge movements wrote and compiled more than 50 original contributions in the book "Cost of Freedom". The contributions include paintings, poems, personal reflections, critical observations, polemical pieces, and theoretical treatises.
Many contributions by Bassel's friends and family, including his wife Noura Safadi, create a collective memory of Bassel and urge for his immediate release to his normal life and freedom. Other contributions by free culture advocates such as Lorna Campbell, Lawrence Lessig, and Jon Phillips offer personal reflections about the experience of working within free culture.
 

Minderheiten sind wie Babuschka-Puppen, nur mit noch viel mehr Puppen!

Mervy "Primamuslima " Kay, Jan Kampmann

„Da wir einander nicht sehen können, können wir auch keine Vorurteile über andere bilden, bevor wir gelesen haben, was sie mitteilen wollen.“
Zu Beginn der digitalen Vernetzung hat man geglaubt, dass jeder im Internet die gleiche Chance auf Respekt haben wird, weil äußerliche Merkmale nicht sichtbar sind. Das zeigt auch dieses Zitat aus dem Jahr 1992 vom populären TED-Talk-Redner Howard Rheingold.
2006 zeigte er mit seinem TED-Talk „The new Power of Collaboration“, dass er auch Jahre später noch an die gute Seite der Macht..äh des Internets glaubt.
Auch das ist jetzt schon gut 10 Jahre her. Eine Zeit in der einige Blogger und Influencer, die verschiedene Minderheiten vertreten, es tatsächlich geschafft haben, gehört zu werden, bekannt zu werden, wichtige Dinge zu verändern, Menschen zum Nachdenken zu bringen und die Medienlandschaft zu bereichern!
Die Mehrheitsgesellschaft schaut zu ihnen, wenn sie wissen wollen, was eine Muslima zum EuGH-Kopftuch-Urteil denkt oder wie es sich anfühlt im Rollstuhl Sex zu haben. Diese Fragen werden wir euch bei unserem Workshop nicht beantworten. Aber wir wollen der Frage nachgehen, wieso eine Einzelperson, ein Sprachrohr für ihre Minderheit sein kann, manchmal aber auch nicht die richtigen Antworten hat. Und warum es gefährlich sein kann, einen "auserkorenen" Vertreter oder eine bestimmte Gruppe für die ganze Minderheit sprechen zu lassen.
Menschen, die für die Mehrheitsgesellschaft von außen gleich aussehen, haben nicht immer die gleichen Interessen, Bedürfnisse und Meinungen. Die Leute, denen die Mehrheitsgesellschaft zuhört, reflektieren auch nicht immer, was die anderen denken und was das Kommunizierte für andere bedeuten kann, welche Folgen das für andere haben kann und welche Bilder das bei Mehrheitsgesellschaft erzeugt.

Love out Loud against #Hatespeech

Mareike Geiling, Sina Laubenstein, Lena Kuhlmann, Paulina Fröhlich

Kommentarspalten und Soziale Netzwerke quillen über vor menschenverachtenden Äußerungen. Sexistische, antisemitische oder einfach nur beleidigende Kommentare häufen sich nicht nur durch die Filterblasen der Onlineplattformen, für extreme Gruppierungen und Parteien sind sie der perfekte Stoff zum Zündeln und Brandstiften. Was muss passieren, um Hass und unreflektierte Wut einzudämmen? Wo müssen wir anfangen? Auf dem Panel sitzen Menschen, die Zuhause ein Bett für Flüchtlinge eingerichtet, soziale Medien mit Solidaritätsvideos gefüllt und Kampagnen gegen die AfD auf den Weg gebracht haben.

Form: Lightning Talks + Discussion

Moderation: Lena Kuhlmann

Mareike Geiling: Mit Gründung der Plattform Flüchtlinge Willkommen 2014 haben wir das in die Tat umgesetzt, was Rechte immer wieder ironisch fordern: "Wenn ihr pro Flüchtlinge seid, dann nehmt sie doch einfach zuhause auf!" Flüchtlinge Willkommen setzt sich für ein Zusammenleben mit geflüchteten Menschen ein. Das Projekt, das als ehrenamtliche Initiative gestartet ist, ist mittlerweile ein Sozialunternehmen mit 6 Mitarbeiter*innen in Deutschland und 14 Teams weltweit. 2015 starteten wir mit dem Künstler*innenkollektiv von Peng! die Aktion Fluchthelfer.in, die dazu anregt, geflüchteten Menschen über Landesgrenzen hinweg auf ihrem Weg zu ihrem angestrebten Zielort zu helfen.

Sina Laubenstein: Die No Hate Speech Kampagne versucht das Netz (wieder) zu einem Ort für alle zu machen. Nicht die Haterinnen und Hater sind im Fokus, sondern viel mehr von Hate Speech Betroffene und die „schweigende“ Mehrheit. Es geht nicht darum, zu analysieren, wieso manche Menschen Hassreden verbeiten und manche nicht. Viel mehr solidarisiert sich die  No Hate Speech Kampagne mit Betroffenen und will die Kommentarkultur in den sozialen Medien verbessern.

Paulina Fröhlich: Unser Ziel: Kleiner Fünf! Gemeinsam gegen Rechtspopulismus. Die "Kleiner Fünf - Initiative will verhindern, dass eine rechtspopulistische Partei bei der Bundestagswahl 2017 über 5 % der Stimmen erhält und somit in den Bundestag einzieht. Gemeinsam mit einem großen Netzwerk aus Aktiven und Unterstützer*innen wollen wir die nächsten Monate das Ziel erfolgreich angehen.