re:publica 17 - Mobility & City

Mobility is entering new dimensions. When we talk of the future of mobility it is no longer just about autonomous cars or car sharing start-ups but of a full process of transforming all aspects of society. This made us reflect on the need for a cross-industry exchange of ideas on new innovations, future visions and structural changes in industry, politics and science. Our track Mobility & City highlights, discusses and reflects on the developments in mobility from a range of perspectives.

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A tale of two cities: comparing “smart city” approaches

Vanessa Thomas, Ding Wang

Marketing materials and business communications about the ‘smart city’ seem to be everywhere, to the point that ‘smart city’ rhetoric is verging on being an invasive species. But behind the scenes of the snazzy buzzwords and futuristic photos, many city governments are working to adopt, adapt, and implement new and existing digital systems to serve city residents best. In this presentation, we discuss research about public administration of smart city projects in Toronto, Canada, and London, England. We draw on publicly available documentation as well as interviews with key influencers of government strategies—including policy makers, academics, and private sector designers—to dissect how and why city administrators adopted and implemented “smart” technologies in their cities.
The presentation describes some of the organisational issues and policy challenges that can occur while deploying “smart” technologies. It highlights some of the complex material, infrastructural, political, social, and environmental challenges that have emerged thus far in London and Toronto’s smart city projects, and challenges some of the simplistic rhetoric about the benefits of “smart” cities and “smart” technologies. The presentation closes with a call for more open discussion of these nuanced issues between and amongst people, public sector employees, academics, and the private sector.

Technology framework for a new Mobility Economy

Klaus Schaaf, Timo Littke, Jens Stoewhase, Andrea Sroczynski

Movement is a fundamental human freedom, and having cheap and convenient ways to move around our towns and cities is something many of us take for granted. But with the rapid developments in electric vehicles and self-driving cars in recent years, and as vehicle manufacturers and public authorities start to deploy smart traffic systems, the movement of people is becoming increasingly bound up with the movement of data and energy. Legislation moves more slowly than technology, and the laws that govern mobility in the coming years will largely be the rules encoded in the frameworks that we create.
In this panel, experts from the mobility industry will discuss some of the latest developments in the world of connected mobility and transportation technology, the opportunities they create, and some of the risks associated with them. Smart energy storage, on-demand engine performance upgrades, autonomous driving systems and cybersecurity will all be topics as we discuss how the industry might create frameworks to maximise the advantages of emerging technologies, while preserving our individual freedoms and the freedom to innovate in the mobility space. In particular, we will highlight how the latest developments in open source mobility software could support a new ecosystem for collaborative innovation.

Öffentliche Infrastruktur mit offenen Daten entschlüsseln

Jonas Westphal

Der Talk zeigt anhand von ausgesuchten internationalen Beispielen aktuelle Trends der Infrastruktur- und Verkehrsforschung auf.
Insbesondere werden Methodik und Ergebnisse der einzelnen Projekte verglichen. Dabei stehen Studien mit offenen Sensor- und Geodaten im besonderen Fokus, da sie sich von gängigen, Modell-basierten Projekten durch eine Vielzahl von unterschiedlichen empirischen Daten unterscheiden.

Mutually Assured Construction (en)

Usman Haque

Does collaboration imply consensus, and if not, how can we design systems that allow for such messiness? How do we structure participation in the context of 'super wicked' problems of the urban environment? And why should we? This talk will propose some tools and strategies for collaboratively designing cities and structuring participation (both online and offline) in a way that doesn't just invite collaboration but requires it, with specific reference to Usman's work on interactive environments, urban spectacles, collaboration platforms and other concrete examples. 

Internet of Plants - Digitalisierung für die Luftreinhaltung

Peter Sänger

Die Zukunft ist smart und digital - alles ist mit dem Internet verbunden und soll uns damit den Alltag erleichtern und uns effizienter machen. Warum sollte der digitale Wandel nicht auch für die Verbesserung der Umwelt eingesetzt werden? Wir vernetzen lebendige Organismen - Moose - , fördern deren Leistungsfähigkeit und machen den Effekt der Luftreinigung in der Stadt nutzbar. Der CityTree ist unser ersten Produkt für saubere Lösungen, ein Trägermedium für unsere Mooskulturen und IoT-Technolgie. Zusammen sind diese Einzelkomponente um ein Vielfaches effektiver und können uns schon heute dabei helfen, das menschengemachte Problem der viel zu hohen Luftverschmutzung, insbesondere in Städten, zu verringern.

Auf dem Land lebt man länger – aber wozu? Digitalisierung in der Provinz

Sebastian Köffer, Sarah Brühl, Dominik Pascal Magin

Berlin. Alle wollen nach Berlin. Wirklich alle? Berlin platzt aus allen Nähten – und ist damit nur ein Beispiel unter vielen deutschen Großstädten. Es gibt kaum Chancen eine bezahlbare Wohnung in München oder Hamburg zu finden. Günstige Büroflächen – ebenfalls schwierig bekommen. Pendler stehen täglich im Stau und der ÖPNV ist teuer. Und dennoch zieht es vor allem junge digitale Leute in die Städte, ob Freiberufler, Gründer oder Großkonzern-Mitarbeiter - auch wegen der digitalen Infrastruktur. Deutschland ist bekanntlich eine Glasfaser-Wüste und wenn überhaupt gibt es schnelles Netz in den Städten.
Doch über 80% der Regionen Deutschlands sind ländlich geprägt. Die digitale Infrastruktur auf dem Land lässt zu wünschen übrig und das Meinungsklima ist nicht selten geprägt von Vorbehalten beim Thema Digitalisierung. Es stellt sich die Frage, wie die digitale Bildungsinfrastruktur auf dem Land verbessert werden kann. Zudem gibt es viele traditionelle Mittelständler mit hohem Digitalisierungs- und Fachkräftebedarf. Die Zukunft ist „hubbig“. Mit Unterstützung von Bund und Ländern entstehen überall in Deutschland Innovationscluster oder “Digital Hubs”. Die Initiativen sollen auch Bindeglied in die Regionen sein. Die Hoffnung: Digitale Potenziale werden dezentral unterstützt und können im heimischen Umfeld starten. Doch kann das funktionieren? Oder sollte man lieber die starken Hotspots in Deutschland stärken, um mehr Techies aus dem Ausland anzuwerben?
Es wird in Deutschland viel über Migration geredet, aber wenig über Binnenmigration. Die Session diskutiert die Wichtigkeit der Digitalisierung in ländlichen Regionen und wie diese sinnvoll unterstützt werden kann. Dabei geht es auch nicht zuletzt darum einem weiteren Auseinanderbrechen der Gesellschaft entgegen zu wirken. Welche politischen Fördermaßnahmen sind effizient? Wie sollten die digitalen Hubs agieren? Wie können ländliche und städtische Regionen besser vernetzt werden? Welche digitalen Lösungen tragen dazu bei, wichtige Problemthemen ländlicher Regionen zu adressieren, z.B. Pflege, Gesundheit und Mobilität.
Nach einem kurzen Impuls wird die Diskussion mit Personen angeregt, die trotz Standortnachteil die Digitalisierung in ländlichen Räumen vorantreiben, oder auf dem Land ein Unternehmen gegründet haben und dabei der Stadt den Rücken gekehrt haben. Aufgerufen zur Teilnahme an der Diskussion sind insbesondere Städter, die es in der Heimat nicht mehr ausgehalten haben aber immer noch stark mit ihr verbunden sind. Parallel diskutieren wir online unter dem Hashtag #LandWozu.

New Babylon 2.0 / Kultur und Raum gehören dir, was machst du daraus?

Clarissa Hoehener, Stephanie Grubenmann, Seraina Hagenbuch, Caspar Eberhard

Das Schweizer Start-Up New Babylon Creations hat sich der Vision Constants verschrieben. Wie können wir Kultur neu digital erleben und zugänglich machen? Und wie können wir ein  solches Erlebnis im öffentlichen Raum zugänglich machen? Mit der BUX App (iOS) wurde ein erstes Werkzeug entwickelt, welches den homo ludens in Zürich dabei unterstützt, sich Literatur im Zuge einer spielerischen Stadtnutzung anzueignen und dabei an der Schnittstelle von digital und analog funktioniert. BUX ist nur eine Spielform, wie neue Technologien intelligent genutzt werden, um dem menschlichen Spieltrieb Ausdruck zu verleihen und Kultur als gemeinsames Gut in unseren Alltag einzuflechten. Weitere Möglichkeiten, neue Technologien in Constants Vision von New Babylon zu integrieren scheinen unbegrenzt. Lasst uns New Babylon ins digitale Zeitalter befördern und dieser Utopie einen neuen Anstrich verleihen!
In unserem Workshop werden wir Ideen entwickeln, wie der Mensch sich den Raum mittels Interactive Storytelling individuell aneignen kann. In diesem Sinne; Kultur und Raum gehören dir, was machst du daraus?
http://newbabyloncreations.net/
Ablauf des Workshops:
Input New Babylon Creations (10’)
Kurze Vorstellung Constant und New Babylon
Kurze Vorstellung der Idee der BUX App
Vorstellen unseres „Spielplatzes“
Idee und Ziele des Workshops
1. Runde Prototypen basteln – in die Breite (20’)
In Kleingruppen à 5 Personen werden mehrere Ideen (max. 3) angedacht, die an Constants New Babylon anknüpfen und dabei neue Medientechnologie für ein spielerisches, gemeinsames (Kultur-)Erlebnis im öffentlichen Raum verwenden.
Jede Idee wird in einen sehr einfachen Prototyp gegossen, um gemeinsam daran arbeiten und weiterdenken zu können. Dazu werden verschiedenste Materialien zur Verfügung stehen (Papier, Schnur, Karton, Knete, etc.).
Kurze Präsentation der Ideen im Plenum (10’)
2. Runde Prototyp weiterentwickeln – in die Tiefe (10’)
Jede Gruppe wählt eine Idee (es muss nicht eine eigene sein) und entwickelt sie weiter. Der Prototyp wird verfeinert, die Idee ausgearbeitet.
Präsentation und Diskussion der Prototypen im Plenum, Abschluss (10’)

Smart up the City

Ulrich Jursch

tba: degewo Business Model Competition für Smart City- und Smart Home Startups
 

Will there be a shared vineyard in the smart city?

Ralf Lamberti, Bettina Ludolf

Mit einer dialogisch-interaktiven Darstellung wollen Bettina Ludolf, Daimler Future Innovation und Ralf Lamberti, Daimler Intellectual Property, Trends & Innovation einen Einblick in die Smart Cities der Zukunft geben.
In fernen Ländern wie China oder Indien werden “smart cities” mit den neusten technologischen Errungenschaften von Grund auf neu gebaut. Europäische Städte sind internationale Vorbilder, wenn es darum geht, die Vorteile der gewachsenen funktionsgemischten und kulturell vielfältigen Stadt in einem „Retrofit-Ansatz“ mit dem technischen Fortschritt in Architektur, Produktion und Mobilitätssystemen zu verknüpfen.
In der europäischen Stadt der Zukunft werden neue digitale Technologien, Vernetzung und Automatisierung von Verkehrsmitteln zu mehr Komfort und höherer Effizienz in den Mobilitätssystemen beitragen.
Einige dieser Entwicklungslinien sind heute in ersten Zügen erkennbar:
Städte werden in der Infrastrukturplanung die dritte Dimension noch stärker nutzen und den Verkehr auf mehrere Ebenen verteilen.
Busse werden elektrisch und automatisiert nachfrageabhängig auf flexiblen Routen fahren.
car2go Fahrzeuge transportieren nicht nur Personen, sondern werden zu mobilen Paketstationen. In Zukunft werden Personen- und Gütertransport noch enger miteinander verschmelzen.
Mobilitätsdienstleistungen wie moovel erschließen schon heute Mobilitätsketten, die auf individuelle Präferenzen eingestellt sind. „Shared use“ wird sich in Zukunft weiterentwickeln. Robotaxis, die auf bestimmten Strecken voll autonom fahren, werden Mobilitätswünsche flexibel erfüllen und die Flotte stehender Fahrzeuge reduzieren.
Und wie sieht das Gesamtbild aus? Wir zeigen es Ihnen!

Logistik ohne Emissionen – wie soll das gehen?

Katharina Tomoff

Nachhaltigkeit ist gefragt wie nie: Immer mehr Menschen entscheiden sich für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen, die verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umgehen und Umwelt und Klima schonen. Doch was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit im Zeitalter der Digitalisierung, in der Ära von E-Commerce und globaler Vernetzung? Heißt das, dass wir die Zeit anhalten und Fortschritt, Wachstum und Innovation ausbremsen müssen? Der Blick auf die Logistik zeigt: im Gegenteil. Dort ist Nachhaltigkeit nämlich ein echter Innovationstreiber.
Deutsche Post DHL Group hat in den letzten Jahren etliche Innovationen entwickelt, mit denen die Logistik grüner werden soll. Dafür blickt das Unternehmen auch über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus – und betritt gelegentlich sogar Neuland: Für sein elektrisches Zustellfahrzeug ist der Logistikkonzern etwa in den Automobilbau eingestiegen – inzwischen sind 2.500 dieser selbstgebauten „Streetscooter“ im Einsatz. Sie sind leise, emissionsfrei, ergonomisch und wartungsfreundlich – kurz: nachhaltig.
Bis 2050 will Deutsche Post DHL Group seine logistikbezogenen Emissionen auf null reduzieren. Doch wie realistisch ist diese Vision? Wie kann eine emissionsfreie Logistik aussehen? Und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Diese und ähnliche Fragen soll der Vortrag anhand praktischer Beispiele beantworten. Und was unbeantwortet geblieben ist, darüber kann im Anschluss diskutiert werden.