re:publica 17 - Business & Work

Beyond the Industry 4.0, Internet of Things or Big Data buzzwords: these terms are standard in the discussion of how new technologies will change our daily life, particularly in the context of work. But, simply name dropping doesn't really help us to understand what and how exactly technology is changing in our world of work.

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Loving Mondays since 1817

Jörn Hendrik Ast

New Work, Arbeiten 4.0 und Digitalisierung im postfaktischen Zeitalter. Die Maschinen werden die Arbeitsklasse endgültig ablösen und wir arbeiten alle nur noch in Colivingspaces rund um die Welt. Really? Der Sprecher entführt Euch in diesem Talk auf eine Reise über 200 Jahre Geschichte der Arbeit. Die Hauptfrage lautet dabei: "Who is loving mondays?" Mit überraschenden Einblicken in die erstaunlich moderne Zeit des 19. Jahrhunderts und dem fatalem Verlust an Kreativität im 21. Jahrhundert konfrontiert er das Auditorium mit neuen Einblicken, stellt bohrende Fragen und liefert hilfreiche Antworten. Was können wir von unseren Kollegen vor 200 Jahren lernen? Welche versteckten Muster des Erfolgs für Arbeit gibt es? Bonus: Schnappt euch eure Smartphones und macht mit beim Antique-Bullshit-Bingo. Reist 200 Jahre zurück und entdeckt eure eigenen Gründe Montage künftig zu lieben.

"Digitalisierung im Grünen" - IPGarten - Der Garten der Zukunft schon heute

Philipp Wodara

Kurzbeschreibung Der IPGarten ist ein Online-Garten - digital gesteuert und analog bewirtschaftet. Er schafft eine neue Möglichkeit für eine transparente Lebensmittelproduktion und fördert das Wertebewusstsein für eine selbstorganisierte und gesunde Ernährung. Du als  IPGärtner*innen bekommst die Möglichkeit, deine eigenen Lebensmittel über das Internet zu produzieren. Online erstellst du den Pflanzplan, düngst und bewässerst, dabei beobachtest du das Wachstum deiner Pflanzen. Per Knopfdruck bestellst du gärtnerische Dienstleistungen. Die IPGärtner*innen entdecken und lernen das Gärtnern neu und teilen ihr Wissen und ihren Ernteertrag mit Familie, Freund*innen und Kolleg*innen.
Hintergrund Der Zugang zum eigenen Gemüsegarten ist heute in Deutschland, Europa und den meisten Teilen der industrialisierten Welt nur wenigen Menschen möglich. Dies gilt vor allem für jene mit Wohnsitz in städtischen Ballungsgebieten. Die stetige Entfremdung vom Gemüsegarten steht im engen Zusammenhang mit dem Verlust der Kenntnis über die Herkunft und Produktionsweise von Nahrungsmitteln. Als Verbraucher wissen wir heute praktisch nicht mehr, wie ein Boden vorbereitet, wie gesät oder angepflanzt, wie gepflegt und geerntet wird. Das Supermarktregal bietet den einzigen Berührungspunkt mit der Wertschöpfungskette (abgesehen von der Entsorgung bzw. Wiederverwertung der Rohstoffe durch die Abfallwirtschaft). Der „industrialisierte Mensch“ versucht sich bestenfalls anhand von Siegeln und Schlagwörtern, sowie der äußeren Erscheinung und des Preises des Produkts eine möglichst objektive Meinung desselben zu bilden, um eine Kaufentscheidung herbeizuführen.

Transformational Confidence - Designing the human role in the age of artificial intelligence

Cem Ergün-Müller, Moritz Ettl

During previous industrial revolutions, it often took decades to build the training systems and labor market institutions needed to develop major new skill sets on a large scale. Today digitization and technological trends are disrupting every field of work again. Artificial intelligence and robots create fear in certain domains, that people might loose their jobs. 

This talk embraces the upcoming change, shows ways into the future of human work by using human potential and the power of many.  

Passion as game changer – Data-driven HR in Zeiten von Arbeit 4.0

Nanne von Hahn

Als größter Mobilfunkanbieter nutzt Telefónica Deutschland heute schon digitale Tools und künstliche Intelligenz in allen Unternehmensbereichen – der Zugang zu Informationen und Wissen wird so demokratisiert. Doch auch in der digitalen Welt heißt der Schlüssel zum Erfolg: Begeisterung.

Can your boss spy on you at work? Right to privacy in the digital workplace.

Kilian Vieth, Joanna Bronowicka

If you work in Europe, your privacy at the workplace might depend on the upcoming ruling of the the European Court of Human Rights in the Barbulescu case. Barnulescu was a Romanian engineer fired in 2007 for chatting online with his fiancée at work. Due to be issued this year, the ruling will define the meaning of privacy at work for employees in the 47 countries that have ratified the European Convention of Human Rights.
In the decade since Barbulescu was fired, the pace of technological change has accelerated. Today, the technologies used to supervise employees at work include not only software for monitoring computers, phones and emails of the employees but also cameras, microphones, biometric devices, and GPS receivers. As the digitisation of work advances, the social and legal norms about privacy and surveillance at workplace are still in flux. And the national, European and international laws are slow to adapt to these technological changes.
As the challenges of workplace surveillance become more apparent, it is clear that the patchwork legislation does not adequately meet the needs of European workers who do not want to completely forgo their privacy at work. The current legal and political framework favors corporate interests, undermines the right to privacy, and perpetuates gender inequality and other forms of discrimination. We need to explore the impact of technology on power relations at work to ensure that workers' rights are adequately protected in the digital age.

RDR 2017 Findings: Internet and Telco companies’ respect for Privacy and Freedom of Expression (en)

Lisa Gutermuth, Ilana Ullman

Ranking Digital Rights evaluates internet, mobile, and telecommunications’ companies commitments, policies, and practices affecting users’ freedom of expression and privacy.  This work has served as a roadmap for corporations to follow to improve disclosure and practices, and has proven useful for researchers, responsible investors, and civil society groups to take further in their own contexts.  The 2017 Corporate Accountability Index was released March 23, 2017.
This year, we looked at some of the world’s largest tech companies: 12 Internet companies and 10 telecommunications headquartered and with operations around the world. Jointly these companies serve billions of customers, and have great impact on the human rights of their users. 
We also added some new dimensions to the research: The 2017 Index includes a new area of evaluation, covering “mobile ecosystems,” including Google’s Android, Apple iOS, and Samsung’s implementation of Android.  We’ve also added new companies  headquartered in countries such as Russia and China, to further identify jurisdictional influence on company disclosure.  Additionally, our updated methodology includes indicators that further examine network shutdowns, encryption practices, and the influence of good security practices on privacy.
In this talk, we will present key findings and highlights of the 2017 Index, as well as the lessons learned in adding new dimensions to the methodology.  It will also provide an opportunity for re:publica attendees to have a conversation with the RDR team people who produced the Index.

Starten Frauen im Zuge der Digitalisierung besser durch?

Valentina Kerst, Ulrich Reinhardt, Julia Gebert, Tanja Carstensen

2050: Männer und Frauen werden nicht nur gleich bezahlt, sondern sind in Führungspositionen ausgewogen repräsentiert und arbeiten gleichberechtigt zusammen. Ist das eine Utopie? Wie nah oder fern sind wir diesem wünschenswerten Szenario? Was können wir tun, damit beide Geschlechter in der zukünftigen Arbeitswelt auf Augenhöhe agieren? Bleibt die Tech-Branche eine Männer-Domäne und was hilft Frauen die Digitalisierungsleiter „besser“ empor zu klettern? Sehen wir z. B. in Start-ups als Experimentierraum schon die Arbeit der Zukunft? Und: Wie können Frauen die Arbeit der Zukunft aktiv mitgestalten? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit mehr Frauen zu Unternehmensgründerinnen werden?
Moderation: Julia Gebert

#HRFestival Abschluß-Keynote: Führung und Organisation in Zeiten der Digitalisierung

Armin Trost

Die rasant zunehmende Digitalisierung wird massive Auswirkungen auf alles haben – die Wirtschaft, die Arbeitswelt, Gesellschaft und auf unsere privaten Lebenswelten. In Unternehmen erleben wir eine Zunahme an Komplexität, Unsicherheit und Dynamik gepaart mit einem konstanten Wandel.
All dies erfordern ein radikales Umdenken in den Bereichen Führung und Organisation.
Wir werden weniger Bosse haben, dafür mehr Coaches und partnerschaftliche Führung auf Augenhöhe.
Starre Hierarchien werden durch laterale Netzwerkstrukturen ergänzt und teilweise abgelöst.
Teams benötigen mehr Freiräume und Eigenverantwortung auf der Basis von Selbst-Organisation.
Individualität und individuelle Lebensentwürfe erfahren eine höhere Wertschätzung.
In seinem Vortrag zeigt Trost anschaulich, wie moderne Unternehmen funktionieren. Der Unterschied zwischen Hierarchie und Agilität wird für alle Anwesenden greifbar. Es wird deutlich, was diese Entwicklung für Führungskräfte, Mitarbeiter und Top-Entscheider konkret bedeutet. Er rüttelt auf, mobilisiert, regt zum Reflektieren an und bietet Orientierung.

#HRFestival: "Ich bin motiviert, wenn ich ICH sein darf" - Diversity Panel

Hanna Drabon

Arbeitnehmer sind motiviert, wenn sie ihre individuellen Talente in gemeinsame Stärke verwandeln können, deswegen muss eine gute Unternehmenskultur vor allem sicherstellen, dass die Mitarbeitenden vielfältig bleiben dürfen.

Es diskutieren Uta Menges, Hannah Drabon (https://www.spende-dein-talent.de/) und weitere Panel-TeilnehmerInnen